Über mich

Ich arbeite hauptberuflich als Plattenleger und habe schon früh meine Leidenschaft für das Gestalterische und somit auch für die Fotografie entdeckt.

Was mich an der Fotografie schon immer faszinierte, war die Möglichkeit Momente, Stimmungen und Emotionen festzuhalten und als Bilder für lange Zeit zu speichern - nicht nur in Form von Daten auf einem Computer, wo sie mit der Zeit in Vergessenheit geraten, sondern im Herz, der Erinnerung an diesen Moment. Zuerst passierte das vorwiegend für mich selber, dann immer mehr auch für meine Familie, Freunde und Bekannte. Noch heute, wenn mich jemand fragt, wie es war in diesen oder jenen Ferien oder bei diesem oder jenem Fest, kann ich die Bilder, die ich damals gemacht habe, fast 1:1 für mich wieder abrufen und mich so immer noch sehr gut an die jeweilige Stimmung, die Gefühle und anderen Dinge erinnern, die dort geherrscht haben.

Für mich bedeutet Fotografie einen Teil meines Lebens in Bildern festzuhalten; mit allen Facetten und Nuancen, um sie im passenden Moment wieder in Erinnerung zu rufen. Bilder können glücklich machen, nachdenklich, können zum Träumen einladen, zeigen Orte, die kaum einer je gesehen hat und zeigen vor allem die eine Perspektive eines einzelnen Menschen, wie er/sie die Welt durch seine Augen und somit Kamera und Objektiv wahrnimmt.

Daher gibt es für mich keine "schlechten" Bilder, denn wie sollte ich mir anmassen beurteilen zu können, ob dieses oder jenes Bild gut oder schlecht ist, wenn es doch für denjenigen, der es gemacht hat gut ist, so wie es ist? Es ist doch basierend auf seinen Wertvorstellungen, seinen Idealen, seiner Vorstellung vom Leben an sich und eben seiner daraus resultierenden Perspektive, es bildnerisch festzuhalten, entstanden.

Dazu finde ich das Zitat von Friedrich Wilhelm Nietzsche sehr passend:

Es gibt nur ein perspektivisches Sehen, nur ein perspektivisches "Erkennen"; und je mehr Affekte wir über eine Sache zu Worte kommen lassen, je mehr Augen, verschiedne Augen wir uns für dieselbe Sache einzusetzen wissen, um so vollständiger wird unser "Begriff" dieser Sache, unsre "Objektivität" sein.

 

(1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller


Was mir über die Jahre aufgefallen ist bei mir selbst, ist ganz klar die eigene Verfassung und Stimmung, die ich an jenem Tag des Fotografierens hatte. So erwachen die Bilder für mich immer wieder zum Leben und ich tauche wieder ein in jene Momente, die geprägt sind von der ganzen Mitwelt.

Somit überträgt sich alles auf ein Bild...